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Meerschweinchen-Ratgeber

Alpakameerschweinchen im Portrait - Rassemerkmale, Geschichte und Zucht

Grafik Alpakameerschweinchen im Portrait Das lange, lockige Fell des Alpakameerschweinchens braucht besondere Pflege. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Allgemein

Alpakameerschweinchen sind besonders aufgrund ihrer auffälligen Locken beliebt. Sie gehören zur Familie der Langhaarmeerschweinchen. Ihre Lebenserwartung beträgt bis zu 15 Jahre. Da es sich um sehr freundliche Tiere handelt, sind sie wunderbar für Kinder geeignet. Durch Ihr Fell sind Sie allerdings etwas pflegeaufwändiger als so manche andere Meerschweinchenrassen, weswegen man als Halter schon etwas Erfahrung mit Meerschweinchen haben sollte. Allerdings können auch Anfänger dieses Tier halten, wenn Sie sich intensiv mit der Pflege beschäftigen und sich informieren. In diesem Ratgeber klären wir Sie über charakteristische Merkmale der Tiere, deren Haltung, Pflege und Zucht auf. So sind Sie perfekt auf das Alpakameerschweinchen vorbereitet.

Kurzinfo

Herkunft: Südamerika
Farben: Viele Varianten
Fellstruktur: Lockig, gekräuselt, zwei Hüftwirbel
Charakter: Munter, treu

Rassemerkmale

Diese Rassemeerschweinchen haben ein langhaariges, dichtes Fell. An den Hüften sind zwei Rosetten angebracht. Auf dem Rücken haben sie einen Mittelscheitel, von dem aus die Haare links und rechts hinunterfallen. Sie haben kleine Wirbel um die Augen sowie einen Fellwirbel zwischen den Ohren, der einen Pony hervorbringt. Alpakas ähneln in ihren Merkmalen den Peruanern. Allerdings haben Alpakameerschweinchen eine üppige Lockenpracht. Am Kopf sind die Locken kürzer. Die Haare sind in sich gekräuselt, wodurch sie dicht wirken. Wie Peruaner und Texel wird diese Rasse in vielen, gängigen Farbvarianten gezüchtet. Die durchschnittliche Körperlänge beträgt 20 bis 35 cm. Das Gewicht liegt zwischen 800 und 1400 g, wobei die Weibchen schmaler gebaut sind und weniger wiegen.

Haltung des Meerschweinchens

Bild Alpakameerschweinchen auf Wiese Alpakameerschweinchen brauchen viel Auslauf, sollten allerdings nur bei trockenem Wetter nach draußen.

Die Haltung eines Alpakameerschweinchens gestaltet sich im Grunde nicht viel anders, als die Haltung anderer Meerschweinchenrassen. Das Tier sollte nicht alleine, sondern mit wenigstens einem Artgenossen gehalten werden. Zudem sollte den Nagetieren ausreichend Platz zur Verfügung stehen - am besten auch die Möglichkeit zum Freilauf. Aber Achtung: Das Meerschweinchen freut sich zwar über die Haltung im Freien, jedoch kann sein Fell schnell Schmutz und Feuchtigkeit auffangen, wodurch das Tier erkranken kann. Den Freilauf sollten Sie also auf schönes Wetter beschränken und die Tiere nachts auf jeden Fall in den gemütlichen Stall holen.

Der Stall oder das Gehege sollten stets sauber sein. Hier sollten Sie regelmäßig ausmisten. Schließlich kann sich im kräuseligen Fell des Meerschweinchens schnell Schmutz festsetzen. Zudem sollten den Tieren Versteckmöglichkeiten zur Verfügung stehen - hier gibt es beispielsweise Höhlen oder kleine Häuschen speziell für Nager. Zur Beschäftigung der Nager können Sie auch Äste oder Tunnel aus Heu oder Weiden in das Gehege legen. Daran können die Alpakameerschweinchen nagen oder sich anderweitig beschäftigen.

Besonders wichtig ist auch eine gesunde und artgerechte Ernährung. Mit viel Heu kann man bei Meerschweinchen nichts falsch machen. Dazu sollten man Kräuter wie Petersilie oder Dill, sowie Karotten, Gurke, Fenchel, Sellerie oder Feldsalat füttern. Auch ein wenig Obst darf ab und zu sein - z.B. in Form von Äpfeln. Zu viel Obst sollte man den Meerschweinchen allerdings nicht anbieten, da das die Tiere schnell übergewichtig machen kann. Schneiden Sie Obst, Gemüse oder Kräuter in kleinere Stücke, die die Alpakameerschweinchen leicht abnagen können. So haben außerdem alle Tiere die gleiche Chance auf das Futter, wenn Sie mehrere gemeinsam halten. Auf die Fütterung von Küchenabfällen, wie Gemüseschalen etc. sollten Sie verzichten.

Pflege des Alpakameerschweinchens

Bild Alpakameerschweinchen im Freigehege Das Fell des Alpakameerschweinchens sollte hin und wieder gestutzt werden, damit es nicht verfilzt.

Die langen Haare müssen hin und wieder gepflegt werden. Für das Körperfell ist es in der Regel ausreichend, wenn es wöchentlich gebürstet wird. Das verhindert, dass die Haare verfilzen. Außerdem kann man dabei gleich nach Parasiten wie Milben oder Haarlingen Ausschau halten. Wird es zu lang, muss man es stutzen, damit das Meerschweinchen ungestört laufen kann. Auch rund um die Augen muss die Schere ab und zu angelegt werden, damit die Tiere freie Sicht haben. Vor allem im Sommer kann das lange Fell zur Belastung für das Tier werden - alternativ sollte hier ausreichend frische Luft und Schatten zur Verfügung stehen. Bei langhaarigen Rassen besteht häufig das Problem, dass die Tiere mit der Fellpflege an der Hinterhand nicht zurechtkommen. Um verklebtem und verfilztem Fell vorzubeugen, sollte das Fell an der Hinterhand regelmäßig vorsichtig gestutzt werden. Auch rund um den Genitalbereich sollte man immer wieder mal das Fell schneiden, damit sich die Tiere durch ihre eigenen Ausscheidungen nicht selbst verschmutzen und so wunde Stellen bekommen.

Benutzen Sie zur Fellpflege am besten eine weiche Bürste oder einen Plastikkamm. Diese strapazieren das Fell des Tieres am wenigsten und reißen auch keine Haare aus. Außerdem sollten Sie immer in Fellrichtung bürsten und nicht dagegen. Am besten gewöhnen Sie Ihre Meerschweinchen von klein auf an die Fellpflege. Geben Sie dem Tier Futter und streicheln Sie es sanft, bevor es an die Fellpflege geht. So verbindet es etwas Positives damit und wird nicht unnötig gestresst.

Geschichte und Zucht

Bild Haltung des Alpakameerschweinchens In Gesellschaft anderer Meerschweinchen fühlt sich auch das Alpakameerschweinchen sehr wohl.

Meerschweinchen haben eine jahrtausendelange Geschichte. Ursprünglich kommen sie aus Brasilien und dem Hochland Perus. Die Indios begannen damit, die Nagetiere als Nutztier zu halten. Kurz darauf wurde mit der gezielten Züchtung begonnen. Im 16. Jahrhundert brachten spanische Eroberer Meerschweinchen nach Europa. Dank ihrer Furchtbarkeit konnten sie sich schnell verbreiten. Anders als in Südamerika schätzte man sie als Haustiere. Es folgte eine gezielte, selektive Zucht, um vor allem das Aussehen nach Wunsch zu verändern. Zuerst gezüchtet wurde das Tier übrigens in England. Alpakameerschweinchen sind eine Kreuzung aus Rex und Peruaner. Aufgrund ihres Aussehens werden die Tiere oft mit den Texel Meerschweinchen verwechselt. Das Alpakameerschweinchen hat im Gegensatz zum Texel allerdings einen Pony und sein Kopfhaar fällt nach vorne.

 

Meerschweinchen vermehren sich in der Regel recht schnell. Wer also keinen ungeplanten Nachwuchs möchte, sollte die Geschlechter stets getrennt halten oder über eine Kastration nachdenken. Um die Tiere gezielt zu züchten, müssen die gewünschten Paarungen natürlich gemeinsam gehalten werden. Es sollte ihnen an nichts fehlen und sie sollten auch die Möglichkeit haben, sich in einer Ecke zu verstecken. Achten Sie darauf, dass beide Tiere gesund sind und keine Erbkrankheiten mitbringen. Um den Zuchterfolg zu steigern, können Sie das lange Fell rund um den Genitalbereich etwas stutzen.

Züchter von Meerschweinchen wie dem Alpaka sind in der Vereinigung Deutscher Rassemeerschweinchenzücher e. V. (VDRZ) organisiert. Wenn Sie junge Meerschweinchen von Züchtern suchen, finden Sie diese und ausgewachsene Tiere über die unten stehenden Anzeigen und in den weiteren Anzeigen für Meerschweinchen. Wenn Sie selbst Züchter sind, können Sie unter den Meerschweinchenanzeigen einfach und kostenlos Annonce für Ihren Wurf inserieren. Als Interessent haben sie die Möglichkeit, eine Gesuchanzeige zu schalten.

 

Wenn Sie sich für ein Alpakameerschweinchen entscheiden, sollten Sie sich vorher genau überlegen, ob Sie das Tier artgerecht halten können. Bedenken Sie den zeitlichen und finanziellen Aufwand, sowie den Platz, den das Tier und das Zubehör in Anspruch nehmen können. Dann steht dem Einzug eines Alpakameerschweinchens nichts mehr im Wege. Wir wünschen noch viel Spaß mit den niedlichen Nagern.

 

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Bildquellen:
Bild 1: © markt.de
Bild 2: © Pixabay.com / stronytwoichmar
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