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Katzenratgeber - Tipps, Hilfe und Ideen rund um Katzen

Katzen als Bedrohung für Singvögel: Was kann man tun?

Bild Katze Katzen stellen eine große Gefahr für Vögel dar

Eine Untersuchung, die Anfang 2013 in einer US-Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, kam zu dem Schluss: Katzen stellen eine enorme Gefahr für die Artenvielfalt von Vögeln dar. Allein in den USA würden Katzen pro Jahr 3,7 Milliarden Vögel töten. Damit seien die Samtpfoten für die Vogelwelt eine größere Bedrohung als landwirtschaftliche Pestizide oder die Zerstörung der natürlichen Lebensräume durch den Menschen.

Vogelschutzexperten rudern zurück: Zumindest in Deutschland sei keine Art durch das Jagdverhalten von Katzen ernsthaft bedroht. Dennoch stellen Katzen ohne Zweifel nicht nur Mäusen nach, sondern beenden Jahr für Jahr auch das Leben von Milliarden von Vögeln. Was Du pesönlich tun kannst, um die Gefahr für das singende Federvieh zu verringern, erfährst Du in unserem Ratgeber.

Singvögeln Schutz während der Brutzeit bieten

Die Katze mit Leckerli und sonstigem Futter zu verwöhnen, hilft in vielen Fällen nicht. Trotz guter Fütterung, lieben die Vierbeiner es, im Freien auf die Jagd zu gehen. Einen hohen Jagdaufwand möchten sie dabei vermeiden und so greifen sie überwiegend leicht erreichbare Tiere wie Mäuse (Feld- und Hausmaus) oder Vögel (Amseln, Rotkehlchen, Meisen, Finken oder Sperlinge) an. Einen Unterschied zwischen bedrohten und nicht bedrohten Arten machen Katzen bei ihrer Beutejagd natürlich nicht. Gerade in kritischen Phasen wie der Brutzeit ist es daher wichtig, Singvögel vor streunenden Katzen Schutz zu bieten.

Die einfachste Möglichkeit dies zu tun, ist es Freigängerkatzen in solchen Momenten im Haus zu behalten. Beobachtest Du Jungtiere bei ihren ersten Flugversuchen oder hörst die Vogeleltern aufgeregt zwitschern, empfiehlt es sich, den kleinen Tiger für wenige Tage nicht ins Freie zu lassen. Geht die Katze einmal auf Jagd, haben Meisen, Finken und Co. in der Regel keine Chance, dem schnellen Jäger zu entwischen.

Eine effektive Gartengestaltung hilft

Bild Papageinest Damit die Vögel sicher sind sollten den Katzen der Zugang erschwert werden

Auch wenn Du nicht selbst Halter einer Katze bist, kannst Du als Vogelliebhaber und Gartenbesitzer Maßnahmen ergreifen, die die Überlebenschancen für Singvögel erhöhen. Vogelhäuschen und Nistkästen solltest Du wenn möglich an der Hauswand befestigen, um so Katzen den Zugang zu den Plätzen zu erschweren. Auch Seitenäste, die freihängen, eignen sich hierfür gut. Beobachtest Du dennoch, dass Vögel in ihren Bäumen brüten, empfiehlt es sich, aus Maschendraht einen Abwehrgürtel um den Baum zu bauen. Auf Stacheldraht solltest Du verzichten: Die Katzen könnten sich bei ihren Jagdversuchen am Draht verletzten.

Katzen haben es zwar zumeist auf kranke und schwache Tiere abgesehen, doch auch gesunde Vögel werden von ihnen nicht verschont. Ein weiterer Gestaltungstipp schafft Abhilfe: Platziere Vogeltränken und Vogelbäder katzensicher. Auf freien Flächen können sich die Vierpfoten nur schwer anpirschen und Vögel schaffen es, frühzeitig zu entfliehen. Ein Abstand von 2 Metern zum nächsten Gebüsch ist laut NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) ausreichend.

Generell solltest Du Deinen Garten jedoch möglichst naturnah gestalten. In dichtes Gebüsch können Katzen z. B. nicht eindringen, es bietet Vögeln jedoch Versteckmöglichkeiten vor ihrem Feind. Pflanze daher Weißdorn, Schlehdorn, Hartriegel, Wildrosen etc. So machst Du Deinen Garten für Singvögel ein wenig ungefährlicher. Suche ebenso das Gespräch mit Katzenbesitzern in Deiner Umgebung und weise diese auf mögliche Schutzmaßnahmen hin. Auch Aufklärungsarbeit kann helfen.

Durch Kastration Singvögel vor Katzen schützen

Zudem raten Experten dazu, Katzen grundsätzlich kastrieren zu lassen. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile viel zu viele Katzen. Die menschliche Tierliebe hat u. a. dazu geführt, dass die Katzenpopulation unnatürlich angewachsen ist. Darunter leiden vor allem Vögel und Kleinsäugetiere. Eine Kastration führt dazu, dass Katzen weniger herumstreunen und demzufolge nicht mehr so häufig auf die Jagd gehen. Durch eine Kastrations- bzw. Sterilisationspflicht kann zudem die Überpopulation von wild lebenden Katzen - die zweifellos die größte Gefahr für Singvögel darstellt - eingedämmt werden. Eine Kastrationspflicht für alle Katzen führte als erste Kommune Paderborn ein. Daraufhin folgten zahlreiche weitere Städte. Wer sich weigert der Vorschrift nachzukommen, muss mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro rechnen. Weitere Informationen zum Thema erhältst Du in unserem Ratgeber zur Katzenkastration.

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13.11.2021

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